Mountains

Berge – Indikatoren des Klimawandels

Im Jahr 2018 ließ eine Nachricht aufhorchen, die von vielen zuerst als Fake Meldung wahrgenommen, und nicht weiter beachtet wurde. Der Aufstieg auf den wohl bekanntesten Schweizer Berg, das Matterhorn, sollte in Hinkunft verboten werden. Glaziologen hatten nach ständig zunehmenden Todesfällen durch Steinschlag am Matterhorn festgestellt, dass durch das immer schnellere Schwinden des Permafrostes in Lagen über 2.200 m Seehöhe der Berg von seinem Gipfel her langsam zu zerbröseln beginnt. Große Steinausbrüche, Steinschlag und Gerölllawinen sind die Folge dessen, dass die ständig gefrorenen Regionen im Hochgebirge langsam auftauen, und der Kitt der Gebirge immer schneller verschwindet.

Neben den Bergen, die dem fortschreitenden Klimawandel zum Opfer zu fallen drohen, sind es besonders die Gletscher, die sich durch die massive Erderwärmung seit Beginn des industriellen Zeitalters, zeitverzögert, immer dramatischer zurückziehen. Wenn Gletscher auftauen, verändert sich nicht nur die Landschaft, es schwindet vor allem auch die Artenvielfalt der alpinen Region. Einstige Gletschertäler verkommen zu öden Geröllwüsten, der Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen ist für immer verloren. Der austrocknende Boden wehrt sich mit Bergabgängen und Erdrutschen. Das gesamt geologische Gefüge gerät aus dem Lot, mit allen verheerenden Folgen die sich daraus ergeben.

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In der gesamten Alpenregion droht es durch das Abschmelzen der Gletscher zu einer anhaltenden Wasserverknappung zu kommen, da mehr als drei Viertel der ganzen  Süßwasserreserven der Erde aus dem Eis der Polargebiete und Gletscherregionen bestehen. Bis 2050, so eine nicht unrealistische Schätzung von Experten, wird deutlich mehr als die Hälfte aller Gletscher verschwunden sein, und das auch dann, wenn wir global sofort einschneidende Maßnahmen zur Verzögerung der Erderwärmung ergreifen.

Die Gletscher sind sozusagen die Fieberthermometer des Weltklimas, die Berge die hoch aufragenden steinernen Mahner, sich zu besinnen, ehe es für alle sinnvollen Maßnahmen zu spät ist.

Der Maler Christoph Palaschke hat es sich zum Ziel gesetzt, anhand seiner Bildserie „Berge – Indikatoren des Klimawandels“ eindrucksvoll auf die verheerenden menschgemachten klimatischen, und die ihnen folgenden geologischen Veränderungen hinzuweisen und damit einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für eine dringend notwendige Trendumkehr zu leisten. Das exponentielle Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, aber auch der moderne Lebensstil unserer globalisierten Konsumgesellschaft der letzten Jahrzehnte führt uns zusehends in eine Katastrophe. Arnold Schwarzenegger, der sich mit ganzer Kraft dafür einsetzt, dem Klimawandel entgegenzusteuern, hat die Problematik in einem einzigen Satz zusammengefasst, wenn er sagt: „Es ist an der Zeit, dass wir aufwachen und darüber reden, was wirklich wichtig ist.“

MATTERHORN

„Matterhorn“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 195 cm, 2019

GROSSGLOCKNER

„Großglockner“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 195 cm, 2019

DOLOMITEN

„Peitlerkofel – Würzjoch“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 175 cm, 2019

HIMALAYA

„Ama Dablam – Nepal“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 195 cm, 2020

WILDER KAISER

„Wilder Kaiser – Ackerlspitze“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 175 cm, 2020

WILDER KAISER

„Wilder Kaiser – Regalm“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 175 cm, 2020

KARAWANKEN

„Selenitza – Karawanken“
Acryl und Kohle auf Leinwand
150 cm x 200 cm, 2018

MONT BLANC

„Mont Blanc“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 195 cm, 2020

WALLISER ALPEN

„Castor Gletscher – Walliser Alpen“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 175 cm, 2019

WILDER KAISER

„Ellmauer Tor“
Acryl und Kohle auf Leinwand
145 cm x 175 cm, 2021

WILDER KAISER

„Waxensteiner Turm“
Acryl und Kohle auf Leinwand
115 cm x 145 cm, 2019